FlexBond-Vario-INVEST



Riskokennzahlen 3 Jahre 
Volatilität (p.a.) 5,8249% 
Information Ratio -1,4533  
Sharpe Ratio -0,8533  
Beta 0,1005  
Jensen Alpha -3,07  
Treynor Ratio -48,7378  

 Daten per 31.08.2010



Laufende Wertentwicklung




Wertentwicklung seit Auflegung

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Marktkommentar per 30.07.2010

Die zuletzt enttäuschenden US-Konjunkturdaten und die daraus resultierende Unsicherheit spiegeln sich am internationalen Bondmarkt deutlich wider. Staatsanleihen der großen Industrieländer sind derzeit aus Risikoüberlegungen gesucht. Entsprechend sinken die dortigen Renditen. Die Rendite der 10-jährigen Bundesanleihe nähert sich mit 2,60 % schon wieder ihrem Allzeittief bei 2,52 % von Anfang Juni. Seit Jahresultimo gab die Rendite um 80 Basispunkte nach. Das amerikanische Pendant weist ähnliche Entwicklungen auf und rentiert bei 2,94 %. Aus Furcht vor einem erneuten Konjunkturknick rentieren japanische Anleihen 10-jähriger Laufzeit aktuell auf dem niedrigsten Stand seit sieben Jahren. Sie weisen eine Rendite von unter 1 % auf. Angesichts des niedrigen Zinsniveaus fällt es den Investoren zunehmend schwerer, attraktive Anlagen zu finden. Davon profitieren derzeit trotz der Sorge über die langfristige Finanzierung von Staatsschulden die in den letzten Monaten unter Druck geratenen PIIGS-Staaten (ex. Griechenland). 10-jährige spanische Anleihen rentieren bei 4,16 %, was in etwa dem Niveau vor dem EUR 750 Mrd. großen Rettungspaket Anfang Mai entspricht. Italienische Anleihen gleicher Laufzeit weisen, trotz einer Staatsverschuldung von über 100 %, ein Renditeniveau von 3,85 % auf, den tiefsten Stand seit Ende März 2010. Bei den Griechen verläuft die Zinskurve weiterhin extrem flach. Der Zinsunterschied zwischen einer 2-jährigen und einer 10-jährigen Anleihe beträgt gerade einmal 23 Basispunkte. Die Marktteilnehmer schätzen damit die Ausfallwahrscheinlichkeit einer 2-Jahres und 10-Jahres Anleihe nahezu gleich ein.
Im kurzfristigen Bereich bzw. auf dem Geldmarkt ziehen aufgrund der eingeleiteten geldpolitischen Maßnahmen (Auslaufen der 1-Jahres-Tender) die Renditen weiter an. Der 3-Monats-Euribor stieg zuletzt auf ein neues 12-Monatshoch (0,90 %). Ende März hatte dieser Satz mit 0,63 % das niedrigste Niveau seit 10 Jahren markiert. Unter "normalen" Bedingungen liegt der Euribor leicht über dem Notenbankzins, der in der Eurozone seit gut einem Jahr bei 1 % liegt. Die letzte Sitzung der europäischen und britischen Notenbank vor der Sommerpause brachte keine neuen Erkenntnisse. Die Leitzinsen bleiben unverändert bei 1 % bzw. 0,5 %.
Die internationalen Bondmärkte signalisieren derzeit sehr eindeutig, dass die weltwirtschaftlichen Ungleichgewichte und die daraus entstehenden Gefahren noch allgegenwärtig sind. Die Flucht in sichere Staatsanleihen hält an und führt vor allem am langen Ende zu steigenden Notierungen, so dass wir von einer weiteren Verflachung der Kurve ausgehen.

 

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